Donnerstag, 9. Mai 2013
Erinnern und Gedenken und Exo 200
Sonntag, 21. Oktober 2012
kontinuierlich/regelmäßig/umfassend
Aus der Rede von Ludwig Laher:
Meine Damen und Herren,
wieder einmal hat sich eine kleine Gruppe von Menschen hier an der Erinnerungsstätte versammelt, um an die Opfer der beiden Lager Weyer-St. Pantaleon zu denken, an den Einbruch der Barbarei in die ruhige Provinz.
Schon einmal habe ich bei dieser Gelegenheit aus einer meiner Arbeiten zum Thema die Passage zitiert: Erinnern ist ein Lebensmittel, das nicht allen schmeckt. Aber gesund ist es. Vor allem im Hinblick auf die Zukunft. Und tatsächlich: Wir ehren die Toten am besten dadurch, daß wir uns bemühen sicherzustellen, daß sich nicht wiederholt, was geschehen ist, daß die Voraussetzungen dafür nicht mehr entstehen.
[...]
Im Bezirk Braunau und, weil von den internationalen Medien wahrgenommen, weit darüber hinaus gibt es derzeit wieder einmal eine heftige Debatte über Erinnerungskultur [...] Einige wenige Gedanken möchte ich zum Grundsätzlichen anbieten: Erinnerungskultur, die weiterhilft, ist kontinuierliche Erinnerungsarbeit
[...]
Denkmäler, Skulpturen und dergleichen haben aber nur dann einen Sinn, ja eine Berechtigung, wenn sie, wie hier an diesem Ort, regelmäßig Anlaß einer umfassenden Auseinandersetzung mit dem Grund ihrer Entstehung sind.[...]
Montag, 23. April 2012
Donnerstag, 19. April 2012
vergessen/erinnern
"alle Arbeiten zur Aufhellung der dunklen Seite dieser Geschichte [der NS-Geschichte in Österreich] ... haben die Gegenwartsbedeutung der Vergangenheit herauszuarbeiten, die NS-Geschichte vor Ort freizulegen und den Blick jenseits der Schweigemauer in die Zukunft zu richten"...
[also] "verschüttetes Gedächtnis, verwischte Spuren und vergessene Orte wieder für eine Erziehung zur Demokratie und Toleranz fruchtbar zu machen."
Montag, 16. April 2012
rosenfels und lindenbaum
Eine dieser angeregten weiteren Beschäftigungen war/ist der Beschluss von Gemeindevorstand und Gemeinderat, den Dokumentarfilm "Die Rosenfels" als Beitrag der Gemeinde Weng der Initiative Friedensbezirk Braunau zu widmen. Die offizielle Übergabe erfolgt nun in einer kleinen Feierlichkeit am Montag, 23. April 2012, um 18 Uhr - mitsamt dem Pflanzen der Friedenslinde als sichtbarem Beweis des Miteinanders der 46 Gemeinden im Friedensbezirk Braunau.
Am Montag, 23. April 2012, stellt auch Andreas Mühlleitner den Bildband "Innviertel Panorama" [und hier] offiziell vor. Mit dem Kapitel "Friedensbezirk Braunau. Eine Idee verbindet 46 Gemeinden" enthält dieser Bildband einen weiteren Ausdruck dieser Bezirksinitiative, beschreibt die bereist verwirklichten Beiträge (Stand Ende 2011, aus 27 Gemeinden) und weiß über Weng wohlformuliert zu berichten:
"Weng: Kriegerdenkmal, Dokumentarfilm.
Mit dem neuen Kirchenplatz erhielt das Dorf 2011 einen wohlgestalteten Ort des Zusammenkommens. Dabei wurde mit dem erneuerten Kriegerdenkmal auch dessen zeitlose Botschaft ins Blickfeld gerückt. Die Gefallenen erinnern an die Leiden, die zwei Weltkriege in die Wenger Familien brachten, und mahnen kommende Generationen, ihre ganze Kraft für den Erhalt des Friedens einzusetzen. Eine Mahnung, die auf den ersten, 2009 gewidmeten Friedensbeitrag der Gemeinde verweist. Der Nationalsozialismus mit seinem schrecklichen Krieg und seiner unmenschlichen Ideologie forderte zu den Toten an der Front auch in der Heimat seine Opfer.
Der Dokumentarfilm 'Die Rosenfels - Eine Familie aus Weng' wahrt die Erinnerung an Clemens, Emma und ihre zehn Kinder, eine Sintifamilie, die in Weng ihr Heimatrecht hatte - bis sie die Nationalsozialisten 1941 in den Tod schickte. Diese Erinnerung lehrt uns, dass auch in der Dorfgemeinschaft bei allen Unterschieden und Konflikten gilt: Jeder Mensch, jedes Leben ist gleichviel Wert."
Donnerstag, 3. November 2011
In den OÖ. Landesmuseen

Ein Beispiel der "Reihe ähnlicher Bilder":
Buchkirchen: Kinder der Familie Blach spielen mit anderen Dorfkindern (1930er Jahre)/
Foto: Privatbesitz, Urheber unbekannt, Reprint: OÖ. Landesmuseen.
Aus dem Pressetext zur Ausstellungseröffnung:
"Nun wird im Verschütteten Raum dem Erinnern Raum gegeben: Im Mittelpunkt steht die Geschichte von Jüdinnen und Juden sowie von Sinti und Roma, deren Existenz und kulturelle Beiträge in dieser Gesellschaft durch den Bruch des Nationalsozialismus vielfach zerstört und ausgelöscht wurden. Die Ausstellung thematisiert diesen Bruch, fragt nach dem Alltag davor und dem Umgang mit der Erinnerung und dem Weiterleben danach.
[...]
Zahlreiche Opfergruppen waren der Willkür der nationalsozialistischen Herrschaft nach dem „Anschluss“ im März 1938 ausgesetzt, politisch oder „rassisch“ definierte Gegner wurden systematisch verfolgt und vertrieben, ihr Besitz enteignet. [...] Die Verfolgung
steigerte sich zur systematischen Ausrottung und Vernichtung.
[...]
Gedenken und Erinnern können keine „Wiedergutmachung“ sein. Eine bewusste Auseinandersetzung aber entreißt die Opfer dem Vergessen, gibt der Geschichte einen verdrängten Teil zurück und schärft die Wachsamkeit für Gegenwart und Zukunft."
Montag, 10. Oktober 2011
1941 - 2011
Samstag, 18. Juni 2011
Vom Künstler zum Schildermacher
Hier gesehen bei der ARD!
Montag, 9. Mai 2011
8. Mai 2011
Zur Befreiungsfeier 2011 erklärt das Mauthausen Komitee Österreich:
Die Feiern im Gedenken an die Befreiung des KZ-Mauthausen widmen sich 2011 dem Thema "Netzwerk des Terrors".
Die Nationalsozialisten überzogen Europa mit einem Netz an Konzentrations- und Vernichtungslagern, Verfolgungsbehörden und –dienststellen sowie einer Reihe von weiteren Instrumenten, die alle ein gemeinsames Ziel hatten: Die Ausgrenzung, Verfolgung und auch Vernichtung politisch Andersdenkender, rassistisch Verfolgter und von Menschen, die aus welchen Gründen auch immer außerhalb der Gesellschaft standen.
Neben dem institutionalisierten Netzwerk von Verfolgungsinstrumenten gab es auch das informelle Netzwerk der Spitzel und DenunziantInnen, der MitläuferInnen und MittäterInnen. Die Beschäftigung mit diesem informellen Netzwerk führt uns unweigerlich zu den Begriffen der „Zivilcourage“ und der „Entscheidungsfreiheit“ jedes Einzelnen – die Mittäterschaft in diesem Netzwerk basierte (fast) immer auf freiwilliger Basis.
Sonntag, 10. Oktober 2010
termine termine TERMINE
"Die Rosenfels - eine Familie aus Weng" (Österreich, 2009) ist in St. Pantaleon zu sehen. Im Rahmen der Gedenkfeierlichkeiten "Zehn Jahre Erinnerungsstätte Lager Weyer/Innviertel". Am Samstag, 16. Oktober, beginnt um 11 Uhr das Tagesprogramm, um 14.30 Uhr die Vorführung der Exo-200-Filmdokumentation "Die Rosenfels".
Montag, 19. Juli 2010
Dienstag, 13. Juli 2010
Eine Fußnote der Geschichte
Das Land Oberösterreich mit Hauptmann Josef Pühringer lud am 12. Juli 2010 zur Präsentation:Das Landesarchiv Oberösterreich gab den zehnten Band der Reihe "Oberösterreich in der Zeit des Nationalsozialismus" heraus. Florian Freund verfasste das Werk "Oberösterreich und die Zigeuner". Ludwig Laher lieferte dazu den Beitrag "Das Zigeuneranhaltelager Weyer-
St. Pantaleon. Zufälliges Zentrum der NS-Aussonderungspolitik im Gau Oberdonau. Ein Essay".
Und darin haben wir es schwarz auf weiß: Exo 200 ist eine Fußnote der Geschichte!
Seite 326, Anmerkung 2: "Das Schicksal der Familie Rosenfels wurde inzwischen von dem in Weng tätigen Kulturkombinat Exo 200 aufgegriffen. Mit der Beteiligung einiger Zeitzeugen entstand so die Filmdokumentation "Die Rosenfels - eine Familie aus Weng" (2009)."
Sonntag, 28. März 2010
Ein Mensch im Bild: Adolf Rosenfels
Sonntag, 18. Oktober 2009
Die Rosenfels - Eine Familie aus Weng
„Auf einmal waren sie weg!“, berichten Zeitzeugen, „und wurden auch nicht wieder gesehen.“ Sie sprechen von der Familie Rosenfels.Bis Jänner 1941 lebten in Weng im Innkreis Clemens und Emma Rosenfels mit ihren zehn Kindern. Die Familie war akzeptiert, hatte das Heimatrecht, die Kinder wurden hier getauft und gingen in Weng zur Schule. Eine Wenger Familie, wie viele andere auch.
Doch nicht ganz, sie waren Sinti, in unserem Sprachraum auch Zigeuner genannt und passten nicht ins System des damaligen nationalsozialistischen Regimes.
„Was ist mit ihnen passiert?“ Dieser Frage ging das Kulturkombinat Exo 200 nach und sprach mit Zeitzeugen und Historikern.
Das Kulturkombinat Exo 200 lädt ein zur Premiere der Filmdokumentation "Die Rosenfels. Eine Familie aus Weng".
Am Freitag, 13. November, um 20 Uhr im Gasthaus Zillner, Weng im Innkreis.
Der Film dauert zirka 45 Minuten. Eintritt freiwillige Spende.
Sonntag, 29. März 2009
Die Rosenfels
Letztes Wochenende wurde das Storybord gekritzelt und
diesen Samstag hat das große Schneiden begonnen.

Die ersten 7min sind nun in der Rohfassung vorhanden und nächste Woche geht es weiter.
Manfred war auf Kurzbesuch/Kontrolle in der Post und ist vom bisherigen Ergebnis begeistert.

