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Donnerstag, 9. Mai 2013

Erinnern und Gedenken und Exo 200



Erinnern und Gedenken in Oberösterreich. Eine historische Skizze der Erinnerungskultur für die Opfer des Nationalsozialismus, verfasst von Florian Schwanninger. In: Mitteilungen des OberösterreichischenLandesarchivs, 23. Band, Linz 2013

Aus dem Kapitel „Erinnern und Gedenken in den 2000er Jahren. Zwischen Dezentralisierung, Normalisierung und Historisierung“ [Seite 278ff]:
[…] Das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus sollte in den 2000er Jahren nach einem schwierigen Prozess auch langsam in den ländlichen Orten ankommen.

[…] Auf regionaler Ebene kam es [im Gedenkjahr] 2005 zu einigen wenigen, aber durchaus innovativen Gedenkprojekten, die u. a. Opfergruppen umfassten, die lange Zeit umstritten waren bzw. keine Beachtung gefunden hatten.
[…] Im Bezirk Braunau führte eine eintägige Busfahrt mit dem Titel „Verfolgung& Widerstand im Bezirk Braunau 1938 – 1945. Eine Erfahrung mit Zeitgeschichte“ an verschiedene Orte, die in Verbindung mit Widerstand und Verfolgung während der Jahre 1938 bis 1945 stehen. […] Dieses Gedenkprojekt steht für die in den 2000er Jahren gewonnene Breite des Zugangs zum Thema Nationalsozialismus bzw. zu dessen Opfergruppen.

[…] Im Jahr 2006 kam mit der Verlegung von so genannten „Stolpersteinen“ eine weitere dezentrale Form des Erinnerns an die Opfer des Nationalsozialismus in Oberösterreich hinzu. […] Durch die Verlegung der Steine vor den Wohnhäusern soll die Erinnerung in die Mitte der Gesellschaft gerückt werden, dorthin, wo diese Menschen lebten. […] Seit 2010 erinnert in der Gemeinde Weng ein „Stolperstein“ an den ermordeten Sinto Klemens Rosenfels.

[…] Ein interessanter Prozess zur Stärkung der regionalen Identität durch die Erinnerung an den Nationalsozialismus ist in jüngster Zeit im Bezirk Braunau/Inn im Rahmen des Projekts „Friedensbezirk Braunau am Inn“ zu beobachten. […]

[…] Das Schicksal der über Jahrhunderte in Oberösterreich lebenden so genannten „Zigeuner“ – hauptsächlich handelte es sich dabei um Sinti – deren „plötzliches Verschwinden“ in den Jahren 1940/41 nach 1945 zu den großen „Geheimnissen“ in zahlreichen oberösterreichischen Orten gehörte (und gehört), wurde mit den beginnenden 2000er Jahren vor allem aufgrund des Engagements von Einzelpersonen und lokalen Vereinen aufgearbeitet.
[…] Einen wichtigen Impuls für die Beschäftigung mit der Geschichte der Sinti in Oberösterreich gab die Veröffentlichung von Ludwig Lahers Roman „Herzfleischentartung“ im Jahr 2001..[…Die] Publikationen und Dokumentationen über die Sinti in Oberösterreich sowie das Lager Weyer regten auch die „Wiederentdeckung“ der Geschichte der „Zigeuner“ in einigen Gemeinden an, wo ihre Existenz zum Teil über Jahrhunderte nachweisbar ist. Ludwig Laher und der Verein Erinnerungsstätte Weyer spielten dabei oftmals eine unterstützende Rolle. So kam es in Bachmanning, Buchkirchen, Hochburg-Ach, Kollerschlag oder Weng zu verschiedenen Formen der Beschäftigung mit den über lange Zeit in diesen Orten nachweisbaren „Zigeuner“-Familien.
In der kleinen Gemeinde Weng im Bezirk Braunau wurde 2009 von einem lokalen Kulturverein ein Dokumentarfilm über die Sinti-Familie Rosenfels angefertigt, in dem unter anderem ZeitzeugInnen über ihre Erinnerungen an die Mitglieder dieser in der NS-Zeit ausgelöschten Familie berichten. Die Präsentation des Films „Die Rosenfels – Eine Familie aus Weng“ fand unter großer Beteiligung der Bevölkerung im örtlichen Gasthaus statt. Gedenkveranstaltungen und –projekte gab es noch in Hochburg-Ach, wo 2004 in Privatinitiative ein Gedenkkreuz in der Nähe des ehemaligen „Zigeunerhäusls“ errichtet wurde, in Buchkirchen und Bachmanning. Die Reaktionen der Bevölkerung in diesen Orten waren dabei durchwegs positiv. ZeitzeugInnen erzählten von ihren überwiegend positiven Erlebnissen und holten Bilder hervor – zumeist Erstkommunionsbilder, auf denen ein Sinti-Kind zu sehen war, das sich durch die Hautfarbe etwas von den anderen Kindern abhob. Symptomatisch für den Umgang mit den während der NS-Zeitnahe zu zur Gänze ausgelöschten Sinti-Familien ist jedoch die Aussage vieler ZeitzeugInnen: „Auf einmal waren sie weg!“
Die erwähnten Projekte im lokalen ländlichen Umfeld konnten in Anspruch nehmen, dass sie einen wichtigen Teil zur Zurückholung der Sinti in das öffentliche Bewusstsein leisteten und nicht zuletzt auch Klarheit um das nebulöse Verschwinden dieser „etwas anderen“ MitbürgerInnen schufen bzw. dieses in die rassistische Vernichtungspolitik der Nationalsozialisten einordneten.

Eine umfassende Geschichte der „Zigeuner“ in Oberösterreich wurde schließlich im Jahr 2010 in der vom Oö. Landesarchiv herausgegebenen Reihe „Oberösterreich in der Zeit des Nationalsozialismus“ publiziert. […] Landeshauptmann Pühringer betonte bei der Präsentation den Wert der Aufarbeitung der Vergangenheit für ein „respektvolles Miteinander, […] gleichberechtigte Akzeptanz, [und] gesellschaftliches Lernen“.

[…] Die Eröffnung des „Verschütteten Raumes“ im November 2011 im Schlossmuseum Linz knüpfte an die geschilderte Integration „vergessener“ Gruppen in die oberösterreichische Erinnerungskultur an. Dieses Projekt versucht, zwei über Jahrhunderte in Oberösterreich ansässige Gruppen – die jüdische Bevölkerung sowie Sinti und Roma – wieder in die „offizielle“ Darstellung der Landesgeschichte (zurück) zu holen.

Resümee und Ausblick: […] Ein besonders wichtiges Ziel neben dem würdigen Gedenken an die Opfer muss es heutzutage sein […] die Ereignisse der NS-Zeit in adäquater Form an die kommenden Generationen zu vermitteln. Hierfür wird es kaum reichen, wenn jeder Ort von Terror und Verfolgung mit einer Gedenktafel oder einem Mahnmal markiert wird, wenn mittels Straßennamen und auf Denkmälern der Namen der Opfer gedacht wird. Eine adäquate Vermittlung im Sinne der Menschenrechtserziehung, die Verknüpfung von historischen Ereignissen mit aktuellen Fragestellungen im Bereich der Demokratie, im Umgang mit Fremden oder zu bedenklichen Entwicklungen im medizinisch-ethischen Bereich, ist daher von besonderer Bedeutung. […]

Sonntag, 21. Oktober 2012

kontinuierlich/regelmäßig/umfassend

Erinnerungsstätte Lager Weyer, zwölfte Jahresgedenkfeier am Samstag, 20. Oktober 2012.
Aus der Rede von Ludwig Laher:


Meine Damen und Herren,
wieder einmal hat sich eine kleine Gruppe von Menschen hier an der Erinnerungsstätte versammelt, um an die Opfer der beiden Lager Weyer-St. Pantaleon zu denken, an den Einbruch der Barbarei in die ruhige Provinz.

Schon einmal habe ich bei dieser Gelegenheit aus einer meiner Arbeiten zum Thema die Passage zitiert: Erinnern ist ein Lebensmittel, das nicht allen schmeckt. Aber gesund ist es. Vor allem im Hinblick auf die Zukunft. Und tatsächlich: Wir ehren die Toten am besten dadurch, daß wir uns bemühen sicherzustellen, daß sich nicht wiederholt, was geschehen ist, daß die Voraussetzungen dafür nicht mehr entstehen.
[...]
Im Bezirk Braunau und, weil von den internationalen Medien wahrgenommen, weit darüber hinaus gibt es derzeit wieder einmal eine heftige Debatte über Erinnerungskultur [...] Einige wenige Gedanken möchte ich zum Grundsätzlichen anbieten: Erinnerungskultur, die weiterhilft, ist kontinuierliche Erinnerungsarbeit
[...]
Denkmäler, Skulpturen und dergleichen haben aber nur dann einen Sinn, ja eine Berechtigung, wenn sie, wie hier an diesem Ort, regelmäßig Anlaß einer umfassenden Auseinandersetzung mit dem Grund ihrer Entstehung sind.[...]

Montag, 23. April 2012

rosenfels und lindenbaum

Montag, 23. April 2012, 18.00 Uhr ff.


[WGN]

Donnerstag, 19. April 2012

vergessen/erinnern

Anscheinend weil die Gemeinde Weng ihren Beitrag an den Friedensbezirk Braunau nun offiziell übergibt, legt auch Peter Gstettner sein Buch "Erinnern an das Vergessen" vor, das sich zwar untertitelnd auf Gedenkstättenpädagogik und Bildungspolitik konzentriert, doch durchaus umfassendergültig aufzeigt,

"alle Arbeiten zur Aufhellung der dunklen Seite dieser Geschichte [der NS-Geschichte in Österreich] ... haben die Gegenwartsbedeutung der Vergangenheit herauszuarbeiten, die NS-Geschichte vor Ort freizulegen und den Blick jenseits der Schweigemauer in die Zukunft zu richten"...
[also] "verschüttetes Gedächtnis, verwischte Spuren und vergessene Orte wieder für eine Erziehung zur Demokratie und Toleranz fruchtbar zu machen."

Montag, 16. April 2012

rosenfels und lindenbaum

"Die Produktion 'Die Rosenfels - Eine Familie aus Weng' stellt die anregende Grundlage für die weitere Beschäftigung mit dem Thema dar", hieß es in der Produktionsdeskription anno 2009/2010.

Eine dieser angeregten weiteren Beschäftigungen war/ist der Beschluss von Gemeindevorstand und Gemeinderat, den Dokumentarfilm "Die Rosenfels" als Beitrag der Gemeinde Weng der Initiative Friedensbezirk Braunau zu widmen. Die offizielle Übergabe erfolgt nun in einer kleinen Feierlichkeit am Montag, 23. April 2012, um 18 Uhr - mitsamt dem Pflanzen der Friedenslinde als sichtbarem Beweis des Miteinanders der 46 Gemeinden im Friedensbezirk Braunau.

Am Montag, 23. April 2012, stellt auch Andreas Mühlleitner den Bildband "Innviertel Panorama" [und hier] offiziell vor. Mit dem Kapitel "Friedensbezirk Braunau. Eine Idee verbindet 46 Gemeinden" enthält dieser Bildband einen weiteren Ausdruck dieser Bezirksinitiative, beschreibt die bereist verwirklichten Beiträge (Stand Ende 2011, aus 27 Gemeinden) und weiß über Weng wohlformuliert zu berichten:

"Weng: Kriegerdenkmal, Dokumentarfilm.
Mit dem neuen Kirchenplatz erhielt das Dorf 2011 einen wohlgestalteten Ort des Zusammenkommens. Dabei wurde mit dem erneuerten Kriegerdenkmal auch dessen zeitlose Botschaft ins Blickfeld gerückt. Die Gefallenen erinnern an die Leiden, die zwei Weltkriege in die Wenger Familien brachten, und mahnen kommende Generationen, ihre ganze Kraft für den Erhalt des Friedens einzusetzen. Eine Mahnung, die auf den ersten, 2009 gewidmeten Friedensbeitrag der Gemeinde verweist. Der Nationalsozialismus mit seinem schrecklichen Krieg und seiner unmenschlichen Ideologie forderte zu den Toten an der Front auch in der Heimat seine Opfer.
Der Dokumentarfilm 'Die Rosenfels - Eine Familie aus Weng' wahrt die Erinnerung an Clemens, Emma und ihre zehn Kinder, eine Sintifamilie, die in Weng ihr Heimatrecht hatte - bis sie die Nationalsozialisten 1941 in den Tod schickte. Diese Erinnerung lehrt uns, dass auch in der Dorfgemeinschaft bei allen Unterschieden und Konflikten gilt: Jeder Mensch, jedes Leben ist gleichviel Wert."

Donnerstag, 3. November 2011

In den OÖ. Landesmuseen

"Unter einer ganzen Reihe ähnlicher Bilder wird auch die Fotografie von Adolf Rosenfels Teil der Ausstellung sein", kündigt Ludwig Laher an. Die Ausstellung "Verschütteter Raum - Ein Erinnerungsort im Museum" wird nach der Eröffnungsfeier am 3. November der Allgemeinheit ab 4. November zugänglich.
















Ein Beispiel der "Reihe ähnlicher Bilder":
Buchkirchen: Kinder der Familie Blach spielen mit anderen Dorfkindern (1930er Jahre)/
Foto: Privatbesitz, Urheber unbekannt, Reprint: OÖ. Landesmuseen
.

Aus dem Pressetext zur Ausstellungseröffnung:

"Nun wird im Verschütteten Raum dem Erinnern Raum gegeben: Im Mittelpunkt steht die Geschichte von Jüdinnen und Juden sowie von Sinti und Roma, deren Existenz und kulturelle Beiträge in dieser Gesellschaft durch den Bruch des Nationalsozialismus vielfach zerstört und ausgelöscht wurden. Die Ausstellung thematisiert diesen Bruch, fragt nach dem Alltag davor und dem Umgang mit der Erinnerung und dem Weiterleben danach.
[...]
Zahlreiche Opfergruppen waren der Willkür der nationalsozialistischen Herrschaft nach dem „Anschluss“ im März 1938 ausgesetzt, politisch oder „rassisch“ definierte Gegner wurden systematisch verfolgt und vertrieben, ihr Besitz enteignet. [...] Die Verfolgung
steigerte sich zur systematischen Ausrottung und Vernichtung.
[...]
Gedenken und Erinnern können keine „Wiedergutmachung“ sein. Eine bewusste Auseinandersetzung aber entreißt die Opfer dem Vergessen, gibt der Geschichte einen verdrängten Teil zurück und schärft die Wachsamkeit für Gegenwart und Zukunft."

Montag, 10. Oktober 2011

1941 - 2011

"Vor genau 70 Jahren wurden über 300 Sinti und Roma aus dem Lager Weyer-St.Pantaleon ins besetzte Polen deportiert und dort mit 4700 anderen österreichischen „Zigeunern“ ermordet.", beginnt der Verein Erinnerungsstätte Lager Weyer/Innviertel seine Einladung...

Samstag, 18. Juni 2011

Vom Künstler zum Schildermacher

Was ist Kunst? Jedenfalls nicht die Stolpersteine von Gunter Demnig, die in ganz Europa an NS- Opfer erinnern. Das findet zumindest der deutsche Zoll und verlangt jetzt satte 19 % Umsatzsteuer statt des für Kunst ermäßigten Satzes von nur 7 % (der gilt auch noch für so förderungswürdige Dinge wie Hamsterfutter, Rollrasen oder Maultiere). Da hilft auch das Bundesverdienstkreuz nichts, das Demnig für seine Stolpersteinaktion bekommen hat.



Hier gesehen bei der ARD!

Montag, 9. Mai 2011

8. Mai 2011

Ausgrenzung > Verfolgung > Vernichtung



Zur Befreiungsfeier 2011 erklärt das Mauthausen Komitee Österreich:
Die Feiern im Gedenken an die Befreiung des KZ-Mauthausen widmen sich 2011 dem Thema "Netzwerk des Terrors".

Die Nationalsozialisten überzogen Europa mit einem Netz an Konzentrations- und Vernichtungslagern, Verfolgungsbehörden und –dienststellen sowie einer Reihe von weiteren Instrumenten, die alle ein gemeinsames Ziel hatten: Die Ausgrenzung, Verfolgung und auch Vernichtung politisch Andersdenkender, rassistisch Verfolgter und von Menschen, die aus welchen Gründen auch immer außerhalb der Gesellschaft standen.

Neben dem institutionalisierten Netzwerk von Verfolgungsinstrumenten gab es auch das informelle Netzwerk der Spitzel und DenunziantInnen, der MitläuferInnen und MittäterInnen. Die Beschäftigung mit diesem informellen Netzwerk führt uns unweigerlich zu den Begriffen der „Zivilcourage“ und der „Entscheidungsfreiheit“ jedes Einzelnen – die Mittäterschaft in diesem Netzwerk basierte (fast) immer auf freiwilliger Basis.

Sonntag, 10. Oktober 2010

termine termine TERMINE

Ein Exo 200 Auswärtsspiel:

"Die Rosenfels - eine Familie aus Weng" (Österreich, 2009) ist in St. Pantaleon zu sehen. Im Rahmen der Gedenkfeierlichkeiten "Zehn Jahre Erinnerungsstätte Lager Weyer/Innviertel". Am Samstag, 16. Oktober, beginnt um 11 Uhr das Tagesprogramm, um 14.30 Uhr die Vorführung der Exo-200-Filmdokumentation "Die Rosenfels".

Montag, 19. Juli 2010

Stolperstein Klemens Rosenfels


Dienstag, 13. Juli 2010

Eine Fußnote der Geschichte

Das Land Oberösterreich mit Hauptmann Josef Pühringer lud am 12. Juli 2010 zur Präsentation:
Das Landesarchiv Oberösterreich gab den zehnten Band der Reihe "Oberösterreich in der Zeit des Nationalsozialismus" heraus. Florian Freund verfasste das Werk "Oberösterreich und die Zigeuner". Ludwig Laher lieferte dazu den Beitrag "Das Zigeuneranhaltelager Weyer-
St. Pantaleon. Zufälliges Zentrum der NS-Aussonderungspolitik im Gau Oberdonau. Ein Essay".

Und darin haben wir es schwarz auf weiß: Exo 200 ist eine Fußnote der Geschichte!

Seite 326, Anmerkung 2: "Das Schicksal der Familie Rosenfels wurde inzwischen von dem in Weng tätigen Kulturkombinat Exo 200 aufgegriffen. Mit der Beteiligung einiger Zeitzeugen entstand so die Filmdokumentation "Die Rosenfels - eine Familie aus Weng" (2009)."

Sonntag, 28. März 2010

Ein Mensch im Bild: Adolf Rosenfels

Ich kenne ihn. Das heißt, ich habe mich mit ihm beschäftigt, persönlich begegnet bin ich ihm nicht. - Von Ludwig Laher

Das Kommunionsfoto aus dem Weng des Jahres 1938, bekannt aus dem Exo 200 Film "Die Rosenfels - Eine Familie aus Weng", nahm Schriftsteller Luwig Laher zur Grundlage einer Betrachtung über Adolf Rosenfels.

Veröffentlicht am Samstag, 20. März 2010, in der Wochenendbeilage "Album" der Zeitung "Der Standard" in der Reihe "Ein Mensch im Bild", gedruckt in einer Auflage von mehr als 200.000 Exemplaren, ebenso veröffentlicht auf "derstandard.at" mit einer Reichweite von rund 2 Millionen Unique Clients.

Sonntag, 18. Oktober 2009

Die Rosenfels - Eine Familie aus Weng

„Auf einmal waren sie weg!“, berichten Zeitzeugen, „und wurden auch nicht wieder gesehen.“ Sie sprechen von der Familie Rosenfels.

Bis Jänner 1941 lebten in Weng im Innkreis Clemens und Emma Rosenfels mit ihren zehn Kindern. Die Familie war akzeptiert, hatte das Heimatrecht, die Kinder wurden hier getauft und gingen in Weng zur Schule. Eine Wenger Familie, wie viele andere auch.

Doch nicht ganz, sie waren Sinti, in unserem Sprachraum auch Zigeuner genannt und passten nicht ins System des damaligen nationalsozialistischen Regimes.

„Was ist mit ihnen passiert?“ Dieser Frage ging das Kulturkombinat Exo 200 nach und sprach mit Zeitzeugen und Historikern.


Das Kulturkombinat Exo 200 lädt ein zur Premiere der Filmdokumentation "Die Rosenfels. Eine Familie aus Weng".
Am Freitag, 13. November, um 20 Uhr im Gasthaus Zillner, Weng im Innkreis.
Der Film dauert zirka 45 Minuten. Eintritt freiwillige Spende.

Sonntag, 29. März 2009

Die Rosenfels

Die Dreharbeiten sind bis auf Kleinigkeiten abgeschlossen, nun geht es an die Nachbearbeitung.

Letztes Wochenende wurde das Storybord gekritzelt und
diesen Samstag hat das große Schneiden begonnen.


Die ersten 7min sind nun in der Rohfassung vorhanden und nächste Woche geht es weiter.
Manfred war auf Kurzbesuch/Kontrolle in der Post und ist vom bisherigen Ergebnis begeistert.